Überblick

Die Hauptursachen von Knieschmerzen sind im Allgemeinen:

  • Verletzungen (zum Beispiel Sportverletzungen)
  • Arthrose (Gelenkverschleiß)

Das Knie ist bei vielen Sportverletzungen und Verletzungen im Alltag betroffen. Dabei kann zum Bespiel zu Knochenbrüchen, Bänderdehnungen und -rissen, einem Kreuzbandriss oder Meniskusverletzungen kommen. Die (Knie-) Arthrose kann zum einen als natürlicher Alterungsprozess, jedoch auch als Spätfolge der obengenannten Verletzungen auftreten. In jedem Fall entsteht durch die Abnutzung der Knorpel ein immer stärker werdendes Aneinanderreiben der Gelenke.

 
Frau in Sportklamotten hält sich das schmerzende Knie
Der Bäderriss ist eine häufige, sehr schmerzhafte Knieverletzung.
Etwa 20 % der Deutschen haben mit Knieproblemen zu kämpfen. Immer mehr Menschen zeigen schon ab einem Alter von 35 erste Anzeichen einer Arthrose, die als Abnutzungserscheinung durch Fehlstellung und Überbelastung beim Sport, Verletzungen und Gefäßerkrankungen sowie als Folge von Gelenkerkrankungen wie Rheuma entstehen kann. Typisch sind stechende oder ziehende Schmerzen nach längeren Ruhephasen, also zum Beispiel nachts oder morgens. Die Schmerzen können auf Dauer zunehmen und die Beweglichkeit des Knies einschränken: Dann wird auch das alltägliche Strecken und Beugen oder Belasten des Knies schmerzhaft. Abhängig von der Ursache und dem Schweregrad, sollten Knieschmerzen konservativ behandelt werden, zum Beispiel mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln, physikalischer Therapie und Übungen. Aber auch Operationen wie der Gelenkersatz (künstliches Kniegelenk) werden immer häufiger notwendig. 
Um es möglichst nicht soweit kommen zu lassen, sind rechtzeitige Maßnahmen wichtig, die auch von den Betroffenen selbst durchgeführt werden können. Dazu gehören Muskelkräftigung durch gezielte Übungen und das Tragen stützender Bandagen. 
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Wodurch entstehen Knieschmerzen?

Die Knie sind im Alltag und beim Sport oft stark gefordert. Sie federn Sprünge ab und sind beim Gehen und Laufen in ständigem Wechsel zwischen Strecken und Beugen. An den Bewegungen sind Sehnen, Bänder, Muskeln, Faszien und Knorpel im Kniegelenk beteiligt, die sich bei jedem Menschen im Laufe des Lebens ganz natürlich abnutzen. Wie rasch der Verschleiß voranschreitet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. 
Beim Verschleißprozess bauen sich die Knorpel im Gelenk ab, die Funktion des Knorpels geht zunehmend verloren, die Gelenkflächen reiben aneinander und es kommt zu Schmerzen. 
Röntgenaufnahme Kniegelenk
Das Kniegelenk wird im Alltag oft stark beansprucht und ist daher anfällig für Verletzungen.
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Häufige Knieverletzungen und -erkrankungen

Um gezielt gegen Schmerzen im Knie vorgehen zu können, sollten Sie deren Ursache kennen. Die häufigsten Auslöser sind:

Bänderriss / Bänderdehnung
Das Kniegelenk wird von Sehnen und Bändern gestützt. Durch eine Bänderdehnung wird das Gelenk dementsprechend instabiler. Es kommt auch vor, dass bei stark überdehnten und dadurch gelockerten Bändern das Kniegelenk plötzlich nach hinten springt. Ein Bänderriss ist nicht nur spür- sondern manchmal auch durch einen kurzen, harten Knall hörbar. Hauptsymptom ist ein akuter, heftiger Schmerz, außerdem schwillt das umliegende Gewebe an, wird warm und rötet sich. Für eine Bänderdehnung oder einen -riss reicht manchmal schon ein unglückliches Umknicken beim Laufen oder Aufkommen aus dem Sprung.
Die Menisken, ringförmige Knorpel, sitzen an der Innen- und Außenseiten des Kniegelenks und wirken wie Stoßdämpfer. Ein Meniskusschaden tritt oft durch Verschleiß oder bei chronischer Überbelastung des Kniegelenks auf, zum Beispiel bei Berufsgruppen mit überwiegend hockender Tätigkeit, etwa Fliesenlegern. Er kann aber auch Folge einer Sportverletzung sein, bei der das Knie ungünstig verdreht wird, zum Beispiel bei einem Ski- oder Fußballunfällen. Je nachdem, welcher Meniskus verletzt ist, schmerzt das Knie an der entsprechenden Seite – insbesondere bei Drehbewegungen oder Beugung. Jedoch bestehen nicht bei jedem Meniskusschaden akute Beschwerden oder Schmerzen. In Fällen ohne oder mit geringen Einschränkungen ist oft keine Operation notwendig, bei schweren Fällen können eine operative Therapie oder ein künstlicher Meniskus nötig werden.
Läuferknie (Runners knee) und Springerknie
Durch ständige Überbelastung beim Sport können die Bänder, Faszien und Sehnen in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Läuferknie (Runners knee) ist eine Sehnenreizung im Bereich des sogenannten Tractus Iliotibialis, einer Sehnenplatte im Bereich der Außenseite des Kniegelenks. Diese steuert unter anderem die Muskulatur von Knie, Oberschenkeln und Hüfte mit. Typisch sind hierbei Knieschmerzen beim Joggen und Gehen. Besonders, wenn Sie mit dem Joggen anfangen oder wieder einsteigen wollen, sollten Sie einige Tipps beherzigen, um Ihre Muskeln und Gelenke nicht zu stark zu belasten.
Beim Springerknie handelt es sich um eine Reizung bzw. Überbeanspruchung der Patellarsehne, auch Kniescheibensehne, die sich durch Schmerzen an der Vorderseite des Knies, direkt unterhalb der Kniescheibe, äußern. Sportarten, bei denen ein Springerknie häufig vorkommt, sind Volley-, Hand- und Basketball.
Kniearthrose (Gelenkverschleiß)
Die Kniearthrose ist eine Verschleißerkrankung, deren Ursache sehr vielfältig sein kann: Die Arthrose kann ein Alterungsprozess sein, jedoch auch durch Verletzungen beim Sport oder im Alltag auftreten. Ärzte beobachten, dass Kniearthrosen mittlerweile auch immer mehr jüngere Patienten treffen, was auf eine Über- oder Fehlbelastung hindeutet. Eine dauerhafte Fehlhaltung oder eine angeborene oder angewöhnte O-Beinstellung sowie Übergewicht sind die häufigsten Ursachen für eine frühe Kniearthrose.
Die Knorpel im Gelenk bauen sich bei diesem Prozess ab, die natürliche Pufferfunktion geht verloren, der unter dem Knorpel liegende Knochen wird belastet und die Gelenkflächen reiben direkt aufeinander und nutzen sich weiter ab. Diese Reibung verursacht Schmerzen und damit Bewegungseinschränkungen.
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Wenn die verschlissenen Knorpel anfangen, sich zu lösen, kann das zu Reizungen und Entzündungsreaktionen führen. Passende Therapie-Maßnahmen, die von einem Facharzt verordnet werden müssen, können die Entzündung jedoch eindämmen, sodass sie sich zurückbildet.

Was kann ich gegen Knieschmerzen tun?

Ist die Ursache gefunden, können Sie Knieschmerzen gezielt behandeln.
Liegt eine akute Sportverletzung wie ein Bänderriss vor, sollten Sie die P.E.C.H.-Regel anwenden, um eine Verschlimmerung der Symptome zu verhindern.
Sie sind unsicher, wann Sie Ihre Verletzung im Knie mit Wärme und wann mit Kälte behandeln sollen? Unser Artikel zu „Kühlen oder wärmen bei Sportverletzungen?“ beantwortet wichtige Fragen zu Sofort- und langfristigen Maßnahmen.

Mann kühlt Knieschmerzen mit Eisbeutel
Eine akute Knieverletzung sollte sofort mit Eis oder einem Kühlpad gekühlt werden, um Schwellungen und Entzündungen zu vermeiden.
Um Verletzungen und Überbelastungen beim Sport vorzubeugen, kann eine Kniebandage helfen. Sie stabilisiert und schützt das Knie und entlastet es, sodass Schmerzen schnell abklingen oder gar nicht erst entstehen. Allgemein bieten Bandagen und Kompressionen beim Sport mehr Halt und senken damit das Risiko einer Verletzung.

Sind die Knieschmerzen durch jahrelange Überbelastung oder Fehlstellung entstanden oder liegt bereits eine Kniearthrose vor, so ist eine Kombination aus Entlastung und Bewegung ratsam. Auch Wärmepflaster, die Ihre Muskeln und Gelenke von außen wärmen, helfen, die Schmerzen zu lindern und mehr Bewegung möglich zu machen.
Kniebandage von Hansaplast Sport unterstützt bei Knieschmerzen
Eine weitere Möglichkeit, gegen arthrose- oder verletzungsbedingte Schmerzen im Knie vorzugehen, ist das Tapen. Mit dem Hansaplast Kinesiologie Tape und unserer Anleitung zum Knie tapen unterstützen Sie die Gelenkfunktion, aktivieren die Muskeln und lindern so Schmerzen, die durch Verkrampfungen und Fehlhaltungen entstehen.
Gerade, wenn die Ursache der Knieschmerzen eine Arthrose ist, sollten Sie zusätzlich Ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen. In Deutschland sind mittlerweile annähernd zwei Drittel der Erwachsenen übergewichtig. Die Gelenke in Knien und Füßen tragen uns täglich durchs Leben und werden bei Übergewicht besonders stark beansprucht, was den Verschleiß deutlich beschleunigt.
Schale mit Obst
Eine Gesunde Ernährung beugt Übergewicht und damit auch Gelenkbeschwerden vor.
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Übungen gegen Knieschmerzen

Es gibt viele Sportübungen für zu Hause, mit denen Sie Knieschmerzen entgegenwirken können. Bei regelmäßiger sportlicher Betätigung lassen sich Knieverletzungen und frühzeitige Abnutzungserscheinungen vorbeugen. Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie viele nützliche Anleitungen zu Übungen, die die Muskulatur stärken, die Gelenke geschmeidig halten und die Bänder und Sehnen flexibel und beweglich machen. 
Eine klassische, effektive Übung, um die Bein-, Gesäß- und Rückenmuskulatur zu stärken, sind Kniebeugen:

  1. Stellen Sie, sich so hin, dass die Füße hüftbreit auseinander stehen.
  2. Beugen Sie die Knie, bis Sie sich in Sitzposition befinden. Strecken Sie dabei die Arme parallel nach vorne und achten Sie darauf, dass der Rücken gerade bleibt.
  3. Halten Sie die Position für einige Sekunden und spannen Sie dabei die Bauchmuskulatur an.
  4. Kehren Sie die Bewegung der Knie um, bis Sie eine aufrechte Position erreicht haben und die Arme wieder seitlich am Köper herabhängen.
  5. Wiederholen Sie die Übung täglich zweimal mit etwa 20 Kniebeugen pro Set.

Um die Knie zu entlasten, ist auch eine gesunde und starke Körpermitte wichtig. Deswegen sollte Ihre Sportroutine auch immer Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Bauch- und Rückenmuskulatur enthalten.

 
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Bitte beachten Sie, dass keine der oben genannten Tipps oder Empfehlungen eine medizinische Beratung ersetzen kann.
Wichtig: Wenden Sie sich bei Verdacht auf eine ernste Verletzung der Muskeln oder Gelenke sowie bei Verdacht auf einen Bruch an einen Arzt. Ein Arzt sollte auch dann konsultiert werden, wenn die Verletzung mit einer Rötung, Schwellung oder Hyperthermie der Gelenke, anhaltenden Gelenkbeschwerden oder starken Schmerzen einhergeht und/oder mit neurologischen Symptomen (z.B. Taubheit, Kribbeln, Bewegungsverlust) verbunden ist.

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