Eine Bursitis kann prinzipiell überall dort auftreten, wo sich Schleimbeutel befinden. Von den etwa 150 Schleimbeuteln im menschlichen Körper sind die an Knie, Schulter, Hüfte, Sprunggelenk oder Ellenbogen besonders häufig betroffen. Diese Gelenke sind vergleichsweise hohen Bewegungsbelastungen ausgesetzt, die die Schleimbeutel besonders fordern.
Schleimbeutelentzündung am Knie
Am Knie gibt es mehrere Schleimbeutel, die sich entzünden können. Langanhaltende kniende Tätigkeiten, wie zum Beispiel beim Fliesenlegen oder auch sportliche Belastungen, sind häufige Auslöser einer Bursitis am Knie. Typisch sind Knieschmerzen im Bereich der Schleimbeutel, die bei gestrecktem Knie nachlassen.
Schleimbeutelentzündung an der Schulter
Wenn sich die Schleimbeutel am Schultergelenk (Bursitis subacromialis und Bursitis subdeltoidea) entzünden, geschieht das meist als eine Folge von körperlicher Überbelastung. Besonders Bewegungen, die über dem Kopf ausgeführt werden, können eine Bursitis an der Schulter auslösen. Dazu zählen zum Beispiel Malerarbeiten oder auch bestimmte Sportarten wie Klettern oder Badminton.
Schleimbeutelentzündung an der Hüfte
An der Hüfte sind meistens die Schleimbeutel an der Außenseite (Bursitis trochanterica) oder an der Leiste (Bursitis iliopectinea) betroffen. Der häufigste Auslöser ist hierbei eine körperliche Überlastung, zum Beispiel durch Langstreckenläufe. Auch unterschiedlich lange Beine oder Rheuma können eine Bursitis an der Hüfte hervorrufen.
Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen
Eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bursitis olecrani) trägt auch den Namen „Studentenkrankheit“. Denn diese Form der Bursitis tritt besonders häufig bei Menschen auf, die lange Zeit am Schreibtisch sitzen und etwa beim Lesen die Ellenbogen aufstützen.