Wie entsteht Hornhaut?

Um geschmeidig und widerstandsfähig zu bleiben, braucht unsere Haut Feuchtigkeit. Dann kann sie sich vor äußeren Einflüssen, Druck und Reibung schützen. Verliert die Haut an Feuchtigkeit, wird sie trocken und rissig. Dies kann, in Kombination mit Druck oder Reibung, die vermehrte Entstehung von Hornhaut begünstigen. Solche Verhornungen und Schwielen sehen dann nicht nur unschön aus, sondern können auch zu schmerzhaften Problemen führen.
Grundsätzlich bildet die Hornschicht eine Barriere, die die Haut gegen äußere Faktoren und vor ihrem natürlich einsetzenden Feuchtigkeitsverlust schützt. Bei Hornhaut (medizinisch: Callus) handelt es sich um härtere, verdickte Bereiche der Haut, die besonders häufig am Fuß an Ballen und Fersen auftreten. Doch auch Hände und – bei entsprechender Belastung – andere Körperteile können betroffen sein: Hornhaut bildet sich generell an den Stellen, wo die Haut über längere Zeit Druck und Reibung ausgesetzt ist. Die Epidermis, die äußere Hautschicht, reagiert darauf mit sogenannter Hyperkeratose (dem medizinischen Begriff für vermehrte Hornhautbildung). Lesen Sie mehr über trockene Haut an den Füßen.
Hornhaut an der Ferse
Hornhaut an der Ferse

Ist Hornhaut normal?

Vor allem unsere Füße sind täglich großer Belastung ausgesetzt – schließlich lastet unser ganzes Körpergewicht auf ihnen. An den Sohlen ist es daher normal, dass die Hornschicht stärker ausgeprägt ist – vor allem an den Ballen und Fersen. Hornhautbildung ist also eine gesunde und natürliche Schutzreaktion der Haut – so wie beispielsweise auch Ruderer oder Gitarrenspieler Hornhaut an den Händen ausbilden. Doch wenn diese Verdickungen weiter zunehmen, können sie irgendwann schmerzhaft werden.
Hornhaut am Fuß
Hornhaut am Fuß
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Illustration Fußprobleme Hornhaut
Illustration der vier Fußprobleme
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Welche Probleme bringen Hornhaut mit sich?

Die Hornhaut äußert sich zunächst einmal als gelbliche Verdickung. Das sieht zwar manchmal etwas unschön aus, ist aber in den meisten Fällen nicht schmerzhaft. Doch je dicker und ausgeprägter die Hornschicht wird, desto störender kann sie sein – nicht nur optisch: Sie kann beim Gehen weh tun, schmerzhaft einreißen und sogenannte Schrunden (medizinisch: Rhagaden oder Fissuren) bilden. Diese können bis in die tieferen Hautschichten reichen und bergen das Risiko von Infektionen. Außerdem kann es bei übermäßigem und ständigem Druck auch zu Beschwerden wie Hühneraugen kommen.  Um diese Probleme zu vermeiden, sollte Hornhaut rechtzeitig behandelt werden. Erfahren Sie, wie Sie Hornhaut entfernen können. 
Illustration Hornhaut
Illustration von Hornhaut mit Schrunden
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Was begünstigt die Hornhautbildung?

Hornhaut bildet sich aus unterschiedlichen Gründen. Wenn jemand zu viel Hornhaut an den Füßen entwickelt, kann das ganz verschiedene Ursachen haben. Folgende Faktoren tragen besonders zur Hornhautbildung bei: 

  • Trockene Haut an den Füßen und eine gestörte Hautbarriere: Sie begünstigen die Bildung von Hornhaut bei regelmäßigem Druck oder häufiger Reibung. Für trockene Haut an den Füßen gibt es verschiedene mögliche Ursachen. So ist sie zum Beispiel eine typische Begleiterscheinung von Diabetes. Auch das Alter hat einen Einfluss auf trockene Haut und Hornhautbildung: Die Haut verliert im Laufe des Lebens an Feuchtigkeit und wird trockener, was die Hornhautbildung verstärken kann. Lange, heiße Bäder oder Duschen können die Haut ebenfalls austrocknen.
  • Ungeeignetes Schuhwerk: Insbesondere das Tragen von zu engen Schuhen ist Ursache für die vermehrte Bildung von Hornhaut an den Füßen.
  • Fußfehlstellungen oder ein falscher Gang können ebenfalls Druck und Reibung an den Füßen und damit Hornhaut begünstigen. 
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4 Tipps zur Vorbeugung von Hornhaut

Damit es gar nicht erst so weit kommt, können Sie der Hornhautbildung durch unterschiedliche Maßnahmen vorbeugen: 

Tipp 1: Tragen Sie bequemes Schuhwerk. Ihre Schuhe sollten nicht drücken und weder zu eng noch zu weit anliegen. Bei bestimmten Fehlstellungen können auch spezielle Einlagen helfen. Verzichten Sie möglichst auf hohe Absätze und wechseln Sie Ihre Schuhe ab und zu. 

Tipp 2: Laufen Sie regelmäßig barfuß – dies stärkt die Muskulatur, verbessert die Durchblutung und lässt Ihre Füße „atmen“.

Tipp 3: Verwenden Sie Druckschutzringe zum Schutz bei besonders belasteten Stellen. 


Fuß mit Druckschutzring gegen Hornhaut am linken kleinen Zeh
Druckschutzringe helfen besonders belastete Stellen zu schützen
Tipp 4: Regelmäßige Fußpflege: Grundsätzlich sind gut gepflegt Füße die Voraussetzung, um der Hornhautbildung vorzubeugen. Die regelmäßige Durchführung eines Fußbades und die tägliche Anwendung einer Fußcreme mit Urea beugt trockenen Füßen vor. Auch eine regelmäßige medizinische Fußpflege hilft übermäßiger Hornhaut vorzubeugen – Podologen (medizinische Fußpfleger) können zudem individuelle Tipps geben. 

Weitere Tipps zur Fußpflege für schöne gesunde Füße können Sie hier nachlesen.   
 
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Medizinisch geprüft von: Frau Sonja Krünholz

Medizinisch geprüft von Apothekerin Sonja Krünholz von Hansaplast

Frau Sonja Krünholz ist Senior Scientific Advisor in dem Bereich Medical & Clinical Affairs Health Care bei der Beiersdorf AG. Als approbierte Apothekerin mit langjähriger Erfahrung in medizinisch-wissenschaftlichen Bereichen der Selbstmedikation weiß sie um die Bedeutung der Haut- und Fußpflege und wie wichtig das persönliche Engagement für die Heilung und Vorbeugung von Gesundheitsproblemen ist. Die aktive Beratung ist ihr daher besonders wichtig, sowie der Austausch mit Ärzten, Apothekern und Verbrauchern.

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Selbstverständlich haben wir die Tipps und Ratschläge unserer Website mit großer Sorgfalt für Sie zusammengestellt. Eine medizinische Beratung und Behandlung können sie trotzdem nicht ersetzen. Wenden Sie sich daher an einen Arzt oder Podologen, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben oder vermuten, und halten Sie sich ungeachtet des hier Gelesenen an deren medizinischen Rat.

 

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