Was ist eine Verbrennung?

Im Alltag kann es besonders beim Kochen und Backen schnell zu kleinen Verbrennungen kommen. Die meisten sind relativ harmlos und bedürfen keiner großen Behandlung. Es kann jedoch auch so weit kommen, dass eine medizinische Versorgung notwendig wird. Was in welchem Fall zu tun ist, erfahren Sie hier.

Verbrennungsgrade

Verbrennungen ersten Grades

Bei Verbrennungen ersten Grades ist typischerweise nur die oberste Hautschicht verletzt. Häufige Anzeichen sind

  • Schmerzen
  • Rötung
  • leichte Schwellung

Verbrennungen ersten Grades bilden in der Regel keine Brandblasen und können meist leicht selbst behandelt werden.

Verbrennungen zweiten Grades

Verbrennungen zweiten Grades können extrem schmerzhaft sein und schwerwiegendere Hautschäden in mehreren Hautschichten verursachen. Je nach Tiefe der Ausdehnung spricht man von Verbrennung des Grades 2a (oberflächlich) oder 2b (tief), die unter Narbenbildung abheilen. Es kommt zu Rötung, Schwellung, starken Schmerzen und Brandblasen. Bei unsachgemäßer Behandlung besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Verbrennung zweiten Grades können mit grundlegender Erster Hilfe behandelt werden, jedoch je nach betroffenem Körperareal oder Größe eine medizinische Behandlung erfordern.

Verbrennungen dritten Grades

Verbrennungen dritten Grades sind äußerst schwerwiegend und verursachen massive Schäden in tieferen Hautschichten und dem darunterliegenden Gewebe. Sie stellen sich trocken, weißlich verfärbt und lederartig dar. Da aufgrund der Zerstörung des Gewebes auch die Nerven betroffen sind, bestehen in der Regel keine Schmerzen. In ausgeprägten Fällen kommt es zu Nekrosen (Absterben von Gewebe) oder gar einer Verkohlung (in machen Einteilungen auch als Grad 4 Verbrennung bezeichnet). Bei Verbrennungen dritten Grades sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Ausdehnung der Verbrennung wird auf Basis der erkennbaren Gewebeschäden festgestellt. Das Ausmaß der Verbrennung bzw. der Schädigung wird anhand der Neunerregel nach Wallace festgelegt. Dabei gilt, dass die Handfläche (inkl. Finger) des Verletzten ca. einem Prozent seiner Hautoberfläche entspricht. Nach der Neunerregel bilden Kopf und Hals zusammen 9% der Körperoberfläche, die Arme 18% (9% je Arm), die Beine je 18% (zusammen 36%), der Rumpf mit Bauch, Brustkorb und Rücken 36% und das Genital 1%. Da Kinder andere Körperproportionen haben, werden die Prozentzahlen entsprechend angepasst: Der Kopf eines 5-jährigen Kindes entspricht zum Beispiel etwa 15% der Körperoberfläche, bei einem einjährigen Kind sogar 18%. Je größer der von Verbrennung betroffene Bereich, desto schwerwiegender und gefährlicher ist eine Verbrennung. Lebensgefahr besteht bei Erwachsenen ab ca. 15% verbrannter Körperoberfläche, bei Kindern bereits ab ca. 8%.

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Brandwunden richtig behandeln

Je nach Schweregrad und Größe der Brandwunde können Sie auf unterschiedliche Art erste Hilfe leisten und dafür sorgen, dass die verbrannte Haut bestmögliche Heilungschancen bekommt.
Viele Verbrennungen ersten Grades sind relativ ungefährlich und werden meist durch einen kurzen Kontakt mit einer heißen Oberfläche oder geringfügige Verbrühungen durch heißes Wasser verursacht. Im Normalfall erholen sich solche leichten Verbrennungen von selbst. Es wird jedoch empfohlen, die verbrannte Haut einige Minuten (max. 15) unter fließendem Wasser zu kühlen, um die Schmerzen zu lindern. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Es sollte ca. 15° C haben. Gerade bei Kindern besteht bei längerem oder zu starkem Kühlen das Risiko der Auskühlung.
Hände unter fließendem Wasser
Bei einer leichten Verbrennung (z. B. der Hand) genügt es oft, die Brandwunde für einige Minuten mit fließendem Wasser zu kühlen.
Bei Erwachsenen sollte der zu kühlende Bereich nicht mehr als 5 % der gesamten Körperoberfläche einnehmen. Das entspricht in etwa der Fläche eines Unterarms. Betrifft eine Verbrennung mehr als 5 % der Körperoberfläche, sollte auch bei Erwachsenen nicht gekühlt werden, da hier das Auskühlungsrisiko zu groß ist. Daher sollten – besonders bei Kindern – im Allgemeinen auch nur Verbrennungen an den Extremitäten gekühlt werden, nicht aber am Kopf oder Körper. Anschließend können Sie eine dünne Schicht Hansaplast Wundheilsalbe  auftragen. Eine weitere häufige Form von Verbrennungen ersten Grades ist der Sonnenbrand, bei dem Hautschäden durch UV-Strahlung entstehen. Bei einem Sonnenbrand sollten Sie einige Tage lang locker sitzende Kleidung tragen und viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um die Feuchtigkeitsversorgung der Haut zu unterstützen.

Verbrennungen zweiten Grades versorgen

Verbrennungen zweiten Grades entstehen durch längeren Kontakt mit heißen Gegenständen oder offenem Feuer, können jedoch auch Folge einer Verbrühung mit kochendem Wasser sein. Sie sind schwerwiegender als Verbrennungen ersten Grades und erfordern daher auch eine entsprechende Behandlung. Häufig entstehen dabei schmerzhafte Brandblasen oder es kommt zu Ablösung der oberen Hautschichten. Bei oberflächlichen Verbrennungen zweiten Grades sollte die Wunde ebenfalls bis zu 15 Minuten unter fließendem Wasser gekühlt werden. Die Wassertemperatur sollte auch hier bei etwa 15° C liegen. Sollte dem Betroffenen kalt werden, brechen Sie die Kühlung sofort ab. 

Kochtopf auf dem Herd
Beim Kochen und an offenen Feuerstellen ist besondere Vorsicht geboten, da es hier zu schwerwiegenden Verbrennungen kommen kann
Verwenden Sie weder Eis noch extrem kaltes Wasser, da dies zu weiteren Schäden führen und die Körpertemperatur senken kann. Kleine Brandwunden können anschließend mit Hansaplast Wundheilsalbe  und – falls notwendig – einem sterilen Wundverband versorgt werden.

Versuchen Sie niemals, Brandblasen zu öffnen! Verbrennungen zweiten Grades können mit grundlegender Erster Hilfe behandelt werden, jedoch je nach Lage und/oder Größe eine medizinische Behandlung erfordern. Kleine Brandwunden zweiten Grades heilen innerhalb von ein bis zwei Wochen ab, wenn sie sauber gehalten und gepflegt werden.

Auch bei Verbrennungen ersten und zweiten Grades sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn die verbrannte Stelle groß ist oder nach anfänglicher Verbesserung Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Hitze, Schwellung, Eiterbildung, Schmerzen, Juckreiz oder Brennen auftreten. Ferner ist eine ärztliche Behandlung erforderlich, wenn

  • ein Kind betroffen ist,
  • die Verbrennung an empfindlichen Körperteilen, z. B. im Gesicht, an Händen, Füßen, Leisten oder im Intimbereich liegt
  • Sie unsicher über den Schweregrad der Verbrennung sind oder
  • Anzeichen für eine schwerwiegendere Verbrennung 3. oder 4. Grades bestehen (Haut weißlich, verkohlt, gefühllos).

Zudem ist immer die Konsultation eines Arztes notwendig, wenn Kleidungsstücke mit der Haut verklebt sind oder wenn Rauchgase eingeatmet wurden. Auf der Seite des DRK finden Sie eine Übersicht über alles, was Sie zu Erster Hilfe bei Verbrennungen in Notsituationen wissen und beachten sollten.

Hansaplast – kleine Brandwunden richtig behandeln

Liegt eine Brandblase oder offene Wunde vor, sollte diese gereinigt werden, zum Beispiel mit dem Hansaplast Wundspray . Danach trocknen Sie die betroffene Stelle sanft.

Decken Sie die Verbrennung zusätzlich mit einem geeigneten Pflaster oder einer sterilen Kompresse ab, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Mit den Hansapor sterilen Wundverbänden oder den Hansaplast Sensitive XL/XXL sterilen Wundverbänden sind Sie für Brandwunden in unterschiedlichen Größen bestens ausgestattet. Das Auftragen der Hansaplast Wundheilsalbe unterstützt zusätzlich den Heilungsprozess.

Eine Brandwunde sollte mit antiseptischem Wundspray gereinigt werden, um Infektionen zu verhindern.

Gibt es Hausmittel gegen Verbrennungen?

Es kursieren viele Tipps zu hilfreichen Hausmitteln gegen Verbrennungen. Jedoch sollten Sie sich an die oben genannten Vorgehensweisen halten und im Zweifelsfall einen Arzt um Rat bei der Behandlung bitten. Bitte auf keinen Fall eigenständig fetthaltige, scharfe oder saure Hausmittel auf frische Brandverletzungen auftragen, da diese das Risiko einer Infektion bergen und die Heilungsverlauf beeinträchtigen.

Was tun bei Verbrennungen dritten Grades?

Wenn Sie glauben oder wissen, dass eine Verbrennung dritten Grades vorliegt, sollten Sie immer sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Solche schweren Verbrennungen können lebensbedrohlich werden und bedürfen einer fachgerechten Behandlung.

 

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Prävention von Verbrennungen im Haushalt

Im Haushalt und insbesondere in der Küche können Sie durch ein paar einfache Maßnahmen Verbrennungen und Verbrühungen vorbeugen:

  1. Achten Sie bei heißen Tellern, Schüsseln oder Kochgeschirr darauf, dass Sie diese nur mit Topflappen oder -handschuhen anfassen.

  2. Stellen Sie Töpfe oder Pfannen so auf dem Herd ab, dass eventuell heiße Griffe von ihnen weggedreht sind und nicht über den Herdrand ragen. So verhindern Sie, dass Sie versehentlich dagegen stoßen.

  3. Beim Öffnen von Töpfen und Pfannen oder beim Abgießen von Kochwasser sollte man den Deckel immer von sich weg öffnen, um Verbrühungen durch plötzlich austretenden Dampf zu vermeiden. Auch hier bitte unbedingt Kochhandschuhe tragen!

  4. Achten Sie immer darauf, dass heiße Kochgeräte und Kochgeschirr sowie Kerzen und andere offene Flammen sich außer Reichweite von kleinen Kindern befinden.

  5. Lassen Sie Kinder am Kochen und Backen teilhaben, um ihnen beizubringen, wie sie sich vor Verbrennungen und anderen Verletzungen schützen können.

  6. Lassen Sie heiße Gegenstände niemals unbeaufsichtigt! Verbrennungen an Bügeleisen, Herd und Toaster können verhindert werden, wenn Sie diese immer im Blick behalten.

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Narben nach einer Verbrennung pflegen

Ist eine Brandwunde verheilt, die Haut jedoch noch gerötet oder weiß verfärbt, trocken und empfindlich, können Sie regelmäßig einen dünnen Film Hansaplast Wundheilsalbe  auftragen. So begünstigen Sie eine schnelle, narbenfreie Abheilung. Nach Verbrennungen kann es jedoch auch zu sogenannten hypertrophen Narben kommen. Dabei handelt es sich um gerötete, erhabene Narben. Hier empfiehlt sich die Behandlung mit dem Hansaplast Narben Reduktion Pflaster. Das Polyurethangewebe verbessert den Feuchtigkeitsgehalt des Narbengewebes und unterstützt den hauteigenen Regenerationsprozess. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Narben verhindern und reduzieren.
Darstellung der Funktionsweise von Hansaplast Narben Reduktion
Das Hansaplast Narben Reduktion Pflaster baut Narbengewebe dank seiner speziellen Funktionsweise binnen weniger Wochen wieder auf.
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Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass zwar alle o. g. Tipps und Ratschläge mit Sorgfalt zusammengestellt wurden, aber keineswegs medizinische Beratung und Behandlung ersetzen können. Lesen Sie bitte immer die Anwendungshinweise bzw. Packungsbeilagen unserer Produkte sorgfältig durch. Wichtig: Wenden Sie sich bei Fragen zur Wundbehandlung an medizinisches Fachpersonal.

Konsultieren Sie einen Arzt, wenn es sich um eine tiefe Wunde handelt, die Wunde stark blutet oder Sie Anzeichen einer Infektion bemerken, wie z. B. Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Überwärmung. Suchen Sie ebenfalls einen Arzt auf, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Wunde selber zu reinigen oder Fremdkörper aus der Wunde zu entfernen.

Zu weiteren Informationen über Hansaplast Produkte steht Ihnen die Hansaplast Hotline gerne unter 040/4909 7570 zur Verfügung. (Es fallen Festnetzgebühren nach dem Tarif Ihres Telefonanbieters an)

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