Vater tröstet Kind
Tipps zum sicheren Umgang mit Kindern
Anregungen und Grundregeln zum sicheren Umgang mit Kindern in Erste-Hilfe-Situationen.

Erfahrung nutzen, Übersicht behalten, Sicherheit geben.

Schon gutes Beobachten und liebevolle Hinweise während des Spiels, wie: „Ich helfe dir runter“, „Halt dich lieber mit beiden Händen fest“ oder  „Lass´ uns deinen Schuh zubinden, damit du nicht hinfällst“, hilft Kindern aktiv, Unfälle zu vermeiden.

Und wenn Kinder doch mal etwas passiert?

Trösten, beobachten, handeln und betreuen! Nehmen Sie behutsam Kontakt auf. Bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie Stressfaktoren wie Schreien, Lärm oder Panik, da sich diese Faktoren auf das Kind übertragen würden. Erwachsene, die Ruhe ausstrahlen wirken auch auf Kinder beruhigend, werden ernst genommen, können besser Angst nehmen und geben Sicherheit.
Kind stürzt mit Spielzeugroller
Ruhe bewahren, auch wenn’s kracht.

Situation und Kind ernst nehmen!

Ist das betroffene Kind ansprechbar, braucht es – neben der angemessenen Erstversorgung – das Gefühl, ernst genommen zu werden, sowie Trost, Zuspruch, Sicherheit und Verständnis. Vermeiden Sie kindliche Sprache oder das Verharmlosen, indem alles als „halb so schlimm“ abgetan wird. Helfen Sie dem Kind der Situation entsprechend.
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Kindern richtig Hilfe leisten – die Grundregeln:

Eigenschutz beachten!
Denken Sie immer an Ihre eigene Sicherheit und begeben Sie sich nicht unüberlegt in eine Notsituation.

Augen- und Körperkontakt herstellen

  • Begeben Sie sich möglichst auf Augenhöhe (hinknien), schauen und sprechen Sie das Kind ruhig an und stellen Sie vorsichtig Körperkontakt her. So können Sie das aufgeregte Kind beruhigen. Falls Sie das Kind nicht kennt, stellen Sie sich vor und sagen Sie, dass Sie das Kind nicht allein lassen werden und vor Ort bleiben.
  • Durch den Blickkontakt erhalten Sie bereits einen ersten Eindruck über den Bewusstseinszustand des Kindes (wach, ansprechbar?) sowie weitere optische Informationen, wie blasse Haut, bläuliche Lippen u. ä.

  • Durch den Körperkontakt erfahren Sie etwas über die Körpertemperatur (warme/kalte oder verschwitze Haut) und können das Kind beruhigen (streicheln, trösten).
Vater kümmert sich um sein Kind nach Fahrradunfall
Knien sie sich am besten hin, um das Kind zu beruhigen.

Richtig fragen und untersuchen

  • Fragen Sie, wie es dem Kind geht, was passiert ist, ob/wo etwas weh tut und ob/wie Sie helfen können.

  • Vermeiden Sie bei kleineren Kindern Suggestivfragen wie: „Tut dir dein Bauch  weh?“, da sie wahrscheinlich darauf eingehen würden. Lassen Sie das Kind ggf. auf die kranke/verletzte Stelle zeigen.

  • Beobachten Sie das Kind und suchen Sie den Körper behutsam nach Verletzungen und Wunden ab, versorgen Sie diese. Schützen Sie die Wunde vor Infektionen und tragen Sie im Umgang mit blutenden Wunden Einmalhandschuhe.

  • Rufen Sie, wenn nötig, den Notruf 112 an und/oder veranlassen Sie einen Arztbesuch.

  • Schirmen Sie das Kind möglichst vor neugierigen Blicken ab.
Knie aufgeschlagen
Verschaffen Sie sich ein Bild von der Situation.
Pflaster aufs Knie
Und dann handeln Sie entsprechend.

Trost spenden und Sicherheit geben

  • Betreuen, trösten und beobachten Sie das Kind weiterhin, decken Sie es zu und halten Sie es warm, bis der Rettungsdienst eintrifft bzw. das Kind durch Angehörige weiter betreut und versorgt werden kann.

  • Steht ein Kuscheltier zur Verfügung, wird dies vom betroffenen Kind sicherlich gern in den Arm genommen.
Liebevolles Kümmern
Schon ein Lächeln und ein kleines Trostpflaster können helfen.
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Diese Informationen sollen Ihnen einen ersten Eindruck in Sachen Unfallvermeidung und Notfallversorgung beim Umgang mit Kindern geben. Wenn Sie regelmäßig mit Kindern zu tun haben – sei es beruflich oder als Elternteil – stellen Sie sicher, dass Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse immer auf dem neusten Stand sind. Hier geht es zu weiteren Infos und den regionalen Erste-Hilfe-Kursangeboten des DRK.
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass zwar alle o.g. Tipps und Ratschläge mit Sorgfalt zusammengestellt wurden, aber keineswegs medizinische Beratung und Behandlung ersetzen können. Lesen Sie bitte immer die Anwendungshinweise bzw. Packungsbeilagen unserer Produkte sorgfältig durch. Wichtig: Wenden Sie sich bei Fragen zur Wundbehandlung an medizinisches Fachpersonal.

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