Mann kühlt sein Knie

Wie funktioniert die PECH-Regel für Sportler?

Ob Profi- oder Hobbysportler, vor kleineren Verletzungen ist niemand gefeit. Doch mit den Erstversorgungs-Maßnahmen der P-E-C-H-Regel können Sie dafür sorgen, dass daraus auch wirklich keine große Sache wird und Sie schnell wieder einsatzfähig sind.

Pech-Regel bei Sportverletzungen

Die P-E-C-H-Regel ist eine Merkhilfe für Maßnahmen zur Erstversorgung nach Sportverletzungen. „PECH“ steht als Abkürzung für die Begriffe „Pause“, „Eis“, „Compression“, und „Hochlagern“. Sie wird vor allem bei Muskel- und Gelenkverletzungen angewandt. Im englischsprachigen Raum wird vom RICER-Prinzip gesprochen. RICER steht für Rest (Pause), Ice (Eis), Compression (Kompression), Elevation (Hochlagerung) und Referral (Überweisung, ggf. Arztbesuch).

P: Pause
E: Eis
C: Compression
H: Hochlagern

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Wie funktioniert die PECH-Regel für Sportler?

  1. Pause.

    Unmittelbar nach Auftreten der Verletzung sollte die sportliche Belastung unterbrochen und das verletzte Körperteil ruhig gehalten werden. So vermeidet man eine Verschlimmerung der Verletzung.

  2. Eis.

    Im zweiten Schritt wird die Verletzung gekühlt. So werden Schmerzen gelindert sowie Schwellungen und Blutungen im betroffenen Gewebe reduziert. Praktisch ist es, den betroffenen Körperteil mit einem Kühlpad oder einem kühlenden Spray zu behandeln. Kühlpads sollten nicht direkt auf die Haut gelegt werden, um Gewebeschäden zu vermeiden – insbesondere bei aufgeschürfter Haut.

    Es bietet sich an, das Kühlpad in ein Handtuch zu wickeln. Ist die Haut verletzt, sollte auch kein kühlendes Spray verwendet werden. Kühlen Sie etwa 15-20 Minuten lang und wiederholen die Anwendung nach einigen Stunden.

     

  3. Compression.

    Eine stabilisierende Bandage oder ein leichter Kompressionsverband soll die Entstehung von Schwellungen und Blutergüssen verringern oder verhindern. Achten Sie darauf, dass der Verband nicht zu eng angelegt wird.

  4. Hochlagern.

    Der verletzte Körperteil sollte hochgelagert werden – so wird die Blutzufuhr verringert und Gewebeflüssigkeit aus der verletzten Region kann besser abtransportiert werden. Schwellungen und Schmerzen lassen sich so reduzieren.

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Wichtig: Sie sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um untersuchen zu lassen, ob die Verletzung (z. B. eine Prellung oder Zerrung) harmlos ist oder ob weitere Behandlungsschritte angeraten sind. Bitte bedenken Sie, dass die Hinweise und Tipps auf dieser Website weder ärztlichen Rat noch eine fachliche Diagnose ersetzen können.

Wann sollte die Pech-Regel für Sportler angewendet werden?

Die Maßnahmen der Pech-Regel können in der Regel bei allen Sportverletzungen angewendet werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Blutergüsse
  • Bänderdehnung
  • Bänderrisse
  • Muskelrissen
  • Muskelzerrungen
  • Prellungen
  • Verrenkungen
  • Verstauchungen
Die Erstversorgung einer Sportverletzung ist sehr wichtig, weil sich eine schnelle Versorgung positiv auf den Heilungsverlauf auswirken kann.
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Wann darf die Pech-Regel nicht angewendet werden?

Bei schweren Verletzungen wie Knochenbrüchen, stehen andere Erste-Hilfe-Maßnahmen im Vordergrund: Stellen Sie den verletzten Körperteil ruhig, begeben Sie sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung oder rufen einen Krankenwagen (112). Wichtig ist auch, dass neben dem Bruch auch ein möglicher Schock behandelt werden muss.

 

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass keiner der hier erteilten Ratschläge die Untersuchung und Beratung durch einen Arzt ersetzen kann.

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