Die Vorbeugung und Behandlung von Sportverletzungen

Das Ziel in der Vorbeugung und Behandlung von Sportverletzungen ist es, die Schäden möglichst gering zu halten bei gleichzeitiger möglichst vollständiger Wiederherstellung der Belastbarkeit.

Verletzungsarten

Bei Sportverletzungen handelt es sich meistens um sog. Weichteilverletzungen, die Muskeln, Bänder oder Sehnen betreffen (z.B. verstauchte Knöchel, Muskel- und Sehnenrisse, Prellungen oder Blutergüsse). Weitere Sportverletzungen umfassen den knöchernen Bewegungsapparat bis hin zum Knochenbruch. Sportverletzungen werden in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Akut – die Verletzung entsteht plötzlich und ist in der Regel sehr schmerzhaft wie z.B. bei einem verstauchten Knöchel.

  • Chronisch – die Verletzung entwickelt sich über einen längeren Zeitraum durch Überbeanspruchung oder einseitige Belastungen (z.B. der sog. Tennisarm), aber auch durch rezidivierende, d.h. wiederkehrende Verletzungen, wie z.B. ein wiederholt verstauchter Knöchel.

PECH-Regel

Die Standardmethode in der Erstversorgung von Sportverletzungen wird nach der so genannten PECH-Regel durchgeführt. PECH steht dabei für Pause – Eis – Compression – Hochlagern:

  • P = Pause: Sofort nach der Verletzung sollte die sportliche Betätigung eingestellt werden. Der betroffene Körperteil sollte möglichst ruhiggestellt und weitere Belastung vermieden werden. Im Anschluss wird eine erste Untersuchung durchgeführt.

  • E = Eis: Durch Kühlung des betroffenen Körperteils mit geeigneten Kühlmitteln wird eine Verengung der Blutgefäße erreicht. Blutungen und Schwellungen werden vermindert. Der Stoffwechsel im Gewebe wird durch die Kühlung verlangsamt, ein Gewebeschaden breitet sich demnach auch langsamer aus. Zudem lindert die Kälte den Schmerz in der betroffenen Körperregion.

  • C = Compression: Ein rechtzeitig angelegter Kompressionsverband verhindert die Ausbreitung von Blutungen und Schwellungen.

  • H = Hochlagern: Der verletzte Körperteil sollte hochgelagert werden. Dadurch wird der Rückfluss des Blutes verbessert, Schwellungen und die damit verbundenen Schmerzen verringern sich.

In der englischen Bezeichnung RICER, die für Rest – Ice – Compression – Elevation – Referral steht, wird mit dem Begriff „Referral“ auf die eventuelle Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung nach dem Unfall hingewiesen.

Prävention

Das Tapen der Gelenke wird sowohl für die Prävention als auch bei der Behandlung von Sportverletzungen eingesetzt. Zudem kann man Sportverletzungen vorbeugen, indem man verantwortungsvoll die Grenzen der eigenen Belastbarkeit berücksichtigt, aber auch durch gezieltes Aufwärmen und Dehnen, gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Fitness

  • Stretching hilft Verletzungen vorzubeugen. Es wärmt die Muskulatur auf und steigert die Beweglichkeit.

  • Es ist wichtig, nicht nur im Alltag für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu sorgen, sondern besonders vor, während und nach dem Sport.

  • Technik und Training helfen die Fitness zu steigern. Vor allem bei Kindern sollte man auf ein angepasstes Training achten, um Überanstrengungen und Verletzungen vorzubeugen.

  • Alte Verletzungen sollten vollständig ausgeheilt sein, bevor man beginnt wieder Sport zu treiben.